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Radikale Christen: Von Wunderheilungen, Dämonen und dem Heiligen Geist | 7 Tage | NDR Doku

Veröffentlichung:21.3.2018

Das Video begleitet den Journalisten Hans Jakob, der sich aus einer persönlichen christlichen Prägung heraus mit einer charismatischen Freikirche auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist seine eigene Biografie mit einer aufgeklärten und kirchennahen Erziehung. Im Kontrast dazu besucht er eine Gemeinde, die sich durch strenge Glaubensvorstellungen, starke Betonung von Heilung, Bekehrung und geistlicher Autorität sowie durch klare moralische Urteile auszeichnet. Der Film zeigt Gottesdienste, Gebetssituationen, persönliche Gespräche mit den Leitenden der Gemeinde und Einblicke in deren Alltag. Dabei werden Spannungen zwischen Glaube und Vernunft, individueller Freiheit und religiöser Bindung, Offenheit und Abgrenzung sowie zwischen pluraler Gesellschaft und exklusivem Wahrheitsanspruch deutlich. Das Medium macht sichtbar, wie stark religiöse Deutungen das Leben von Menschen prägen können und wie unterschiedlich Christentum verstanden und gelebt wird.

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Für den Religionsunterricht ist das Medium besonders geeignet, um unterschiedliche Ausdrucksformen des Christentums kritisch und differenziert zu erschließen. Lernende können anhand des Films untersuchen, wie Glauben Identität stiftet, wie religiöse Gemeinschaft Zugehörigkeit ermöglicht und wo zugleich problematische Grenzziehungen entstehen. Didaktisch sinnvoll ist zunächst eine behutsame Hinführung, da Themen wie Homosexualität, Heilung, Depression, Sünde und religiöse Autorität sensibel sind und einen geschützten Gesprächsraum erfordern. In einer ersten Arbeitsphase können Lernende die Perspektive des Journalisten beschreiben und seine Fragen an die Gemeinde sammeln. Anschließend bietet sich eine Analyse zentraler Szenen an, etwa zu Gottesdienst, Heilungsverständnis, Bibelauslegung, Rollenbildern oder politischem Gebet. Methodisch können Standbilder, Gesprächsprotokolle, Rolleninterviews oder eine strukturierte Kontroverse eingesetzt werden. Ebenso eignet sich das Medium für einen Vergleich zwischen fundamentalistischen und aufgeklärten Glaubensverständnissen sowie zwischen persönlichem Glaubenszeugnis und missionarischem Anspruch. Wichtig ist, dass Lernende nicht vorschnell urteilen, sondern zunächst Wahrnehmungen, Deutungen und Wirkungen unterscheiden. Im Anschluss kann reflektiert werden, welche Merkmale eine religiöse Gemeinschaft stärkt und ab wann Abhängigkeit, Angst oder Ausgrenzung entstehen können. Auch Bezüge zu Themen wie Gewissensfreiheit, Menschenwürde, Toleranz, Pluralität und Verhältnis von Religion und Staat lassen sich gut herstellen. Das Medium fördert damit Urteilsfähigkeit, Empathie, Perspektivwechsel und die Fähigkeit, religiöse Sprache und religiöse Praxis kritisch zu deuten.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.2 Gottesbilder im Leben der Menschen. Menschliche Vorstellungen und Offenbarung .

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.5 Gefährliche Religion?.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Sehnsuchtsfüller Esoterik und „Sekten“

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